Artist: SÓLA

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Ich bin mehr oder weniger Sóla, aber nicht nur ebendiese Sóla, sondern auch ein Teil des Duos von [W]here Is The Fucking Love, was hauptsächlich ein Streetart-Projekt ist, mich aber zur Streetart-School geführt hat.
Wie bist Du zur Streetart und in die Street-Art-School gekommen?
Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung, wie ich da reingeraten bin. Aber auf einmal war ich da, mit Stickern in der Hand und so viel Ehrgeiz (eine Zeit lang) in der Tasche, welchen ich lange nicht mehr so erlebt habe. Also [W]here Is The Fucking Love ? hat eigentlich dazu beigetragen, dass wir/ich da auf einmal reinrutschten.
Ich will nicht sagen, ich wurde gezwungen, mal in die School reinzuschauen, aber eigentlich war es doch genauso. Und dafür bin ich dem lieben JAIM und SLVN sehr dankbar. (Bitte zwingt weiter Leute dazu, mitzukommen!)
Womit und mit welchen Materialien arbeitest Du?
Eigentlich arbeite ich mit allem, was in meiner Reichweite ist und wozu mein Geld reicht, was als Schülerin immer ein wenig knapper ist, als man es haben möchte. Mal bleibt es bei Caran d’ache, mal nur bei Fineliner, mal bei Dosen und Filmen. Ein Pömpel könnte man vom Ding her auch in irgendetwas Ästhetisches verwandeln, man muss nur genügend Fantasie und Spaß bei der Sache haben.
Wie lang ist der Weg von Deiner Idee zum Kunstwerk? 
Der Weg.. Das ist eine gute Frage. Manchmal ist die Idee lange im Kopf, Wochen, vielleicht sogar Monate schwirrt sie im dort herum, und wird im Endeffekt doch nicht umgesetzt. Und manchmal braucht es nur eine langweilige Bio-Stunde, bis man so gut es geht das auf’s Papier gebracht hat, was man sich vorgestellt hatte.
Was drückst Du künstlerisch aus?
Im Großen und Ganzen versuche ich das mit meiner „Kunst“ auszudrücken, was mich bewegt. Oft dreht sich das Ganze um Liebe, insbesondere natürlich unser Projekt [W]here Is The Fucking Love, mit welchem wir versuchen Menschen zum Nachdenken anzuregen. (Also, wo ist sie denn, diese komische Liebe?) An manch anderen Tagen kritzel ich nur das hin, was unaufhörlich durch meine eineinhalb Kilo schwere Neuronenmasse schwimmt.
Wie beschreibst Du die Hamburger Streetart-Szene und ihre Entwicklung?
Ich kann eigentlich mehr zu der Entwicklung der School-Mitglieder sagen, denn bei denen merkt man die heftige, bei manchen rasante, bei manchen weniger rasante Entwicklung. Ihre ersten Sticker, ihre erste Platte, ihre erste Kachel, ihr erstes Paste-Up. Man darf sozusagen mit ihnen erwachsen werden, was bei mir unweigerlich auch so passiert. Doch darüber freue ich mich, denn in der School ist man so etwas wie eine Familie, ohne pseudo-glückliches Ambiente.

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